Zuschuss für den Bau eines Nachwuchsleistungs-und eines Trainingszentrums durch den VfL Osnabrück im Rat am 11.02.2020

BOB wird sich zum Bau eines Trainingszentrums in der Gartlage enthalten, ganz einfach, weil wir grundsätzlich den VfL unterstützen möchten, aber mit dem unklaren Umfang und der Umsetzung nicht mitgehen können. Neben dem Finanzierungsanteil an den Baumaßnahmen in Höhe von 5 Mio. Euro sind nicht unerhebliche Kosten für den Erwerb und die Erschließung der notwendigen Grundstücke zu erwarten. Die Höhe Kosten kann derzeit ebenso wenig beziffert werden, wie die Höhe möglicher Erträge durch die Verpachtung. Dass Planungs- und sonstige Folgekosten noch nicht beziffert werden können und zudem noch unklar ist, wie die Geldgabe der Stadt an den VfL steuerrechtlich zu behandeln ist, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Uns fehlen zudem Überlegungen für ein dauerhaftes Abstiegs-Szenario.

Für den favorisierten Standort gilt zudem: Das Trockenlegen der Feuchtwiesen für Fußballfelder und wohlmöglich Stellflächen für Besucherparkplätze in Grünen Fingern widerspricht allem, was wir über das Stadtklima, die Frischluftschneisen und Kaltluftentstehungsgebiete in der letzten Zeit gelernt haben.

Andere Flächen wurden bisher nicht ergebnisoffen geprüft. Illoshöhe und Limberg aber auch Bereiche im Umland wie zum Beispiel Voxtrup und sogar Lotte sollten ernsthaft ins Auge gefasst werden.

Die Übermacht beziehungsweise die Druck-Kulisse, die der DFL auf kleine Vereine und Städte sogar in unwesentlichen Dingen macht, ist nicht zweckmäßig. Trotz Ansprache des Themas bei Städtetag und DFL sind Lösungen entweder noch nicht in Sicht oder vielleicht gar nicht gewollt.

Der VfL ist eine starke Marke für Osnabrück – aber auch ein Sportverein unter vielen in unserer Stadt. Auch andere Sportvereine fördern ihren Nachwuchs.

Deshalb ist uns besonders wichtig, dass a l l e n Osnabrücker Nachwuchsspielern Chancen eröffnet werden müssen – nicht nur denen vom VfL. Einer Exklusivitätsregelung für den VfL können wir im Sinne aller Osnabrücker Sportvereine nicht zustimmen.

Nachtrag 12.02.2020:

Aus Gewissensgründen und wegen des BOB-Ansatzes, jeden Euro zweimal umzudrehen, hat sich Thorsten Wassermann – statt der Enthaltung – doch für eine Ablehnung entschieden. Dieses Votum beruht auf der unverantwortlich-unkritischen Sichtweise zur Wirtschaftlichkeit des Vereins, die sich in vielen Redebeiträgen anderer Ratsmitglieder zeigte.

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