Weitere Fortschritte im Klima- und Ressourcenschutz für Osnabrück

Beschluss:
1. Die Stadtverwaltung, Eigenbetriebe und Gesellschaften werden gebeten zu prüfen, ob es
machbar ist, teil- bzw. vollelektrische Wertstoffsammel-, Reinigungs- und Spülfahrzeuge
oder Hubsteiger anzuschaffen, um einen weiteren Beitrag zur Emmissionsminderung in
Osnabrück zu erreichen. Geprüft werden soll auch, ob für solche Anschaffungen
Fördermittel von Bund und Land eingeworben werden können.
2. Die Stadtverwaltung und die Stadtwerke werden gebeten zu prüfen, ob es machbar ist,
eine Phosphor-Recyclinganlage beim Klärwerk Osnabrück zu errichten, um den
lebenswichtigen Rohstoff wirtschaftlich effizient und im großtechnischen Maßstab aus
Abwasser zurückzugewinnen. Geprüft werden soll auch, ob für eine solche
Recyclinganlage Fördermittel von Bund und Land eingeworben werden können.

Begründung:
1. Auf dem Weg ins postfossile Zeitalter müssen alle Bereiche einen Beitrag leisten. In der
Stadt Thun in der Schweiz, ist bereits seit einiger Zeit das vollelektrische
Abfallsammelfahrzeug Futuricum im Einsatz. Inzwischen ist das erste Fahrzeug in
Frankfurt vorgestellt worden, um getestet zu werden. Das neue vollelektrische
Sammelfahrzeug verspricht eine wesentlich leisere und nahezu schadstofffreie
Wertstoffsammlung. Es gibt z.Z. drei Anbieter für Sammelfahrzeuge mit reinem
Elektroantrieb.
2. Am 1. März 2019 wurde der Grundstein für die weltweit erste Phosphor-Recyclinganlage
auf dem Klärwerk Hamburg gelegt. Die Anlage geht 2020 in Betrieb und wird jährlich aus
20.000 Tonnen Klärschlammasche ca. 7.000 Tonnen hochreine Phosphorsäure
produzieren. Die weltweiten Phosphorvorkommen sind endlich, die Nachfrage steigt aber
konstant. Würden alle deutschen Kläranlagenbetreiber dem Hamburger Beispiel folgen,
könnte auf 60 Prozent der Phosphorimporte verzichtet werden. Ab 2029 ist es gesetzlich
vorgeschrieben, Phosphor aus Abwasser zurückzugewinnen und in den Kreislauf
zurückzuführen. Modellprojekte wie das in Hamburg werden vom
Bundesumweltministerium gefördert

gez. Dr. E. h. Fritz Brickwedde, CDU-Fraktionsvorsitzender

gez. Dr. Ralph Lübbe, BOB-Fraktionsvorsitzender

Hier der Antrag im Original: 2019-06-25 Weitere Fortschirtte im Klima- und Ressourcenschutz für Osnabrück

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