Parklettposse: Ideologie verhindert bürgernahe Lösung

Parkletposse: Ideologie verhindert bürgernahe Lösung
Ausschuss plädiert für Erhalt

Als erneut gescheitert bewertet das hinzugewählte Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, Dr. Steffen Grüner, die Umsetzung des Parklets an der Dielinger Straße. Auf Antrag der Grünen wurde 2017 die Umwidmung von zwei Stellplätzen an der Dielinger Straße im Rahmen des Projekts Mobile Zukunft zu einem Platz mit Aufenthaltscharakter von der Regenbogenkoalition beschlossen.
Probleme habe es bereits bei der Umsetzung des Projekts an der ursprünglich geplanten Fläche, vor einem Gastronomiebetrieb gegeben. Entstanden sei dann ver-spätet zur Wintersaison eine unansehnliche Palettenkonstruktion, die nach kurzer Zeit einen verwahrlosten Eindruck hinterlassen habe und vom Osnabrücker Servicebetrieb kostenpflichtig entsorgt werden musste.
Die Umsetzungskosten für Gestaltung, Entsorgung der Paletteninstallation und bauliche Absperrung ohne Personalkosten und entgangene Parkgebühren belaufen sich auf deutlich über 12.000 Euro, dies ergab eine Anfrage der BOB-Ratsfraktion im September vergangenen Jahres an die Verwaltung.
„Seit Herbst letzten Jahres stehen 3 Fahrradbügel und ein futuristisches Sitzmöbel an diesem Standort, mit Blickrichtung Fahrrad Röwer, um „Aufenthaltsqualität“ zu vermitteln“, so Grüner weiter. „Wie soll diese „Qualität“ hier entstehen, wenn in einer Armlänge Abstand stinkende Dieselbusse daran vorbeirasen und so dieser Platz sich eher zur Aufstellung eines Passivsammlers eignen würde?“
Der Antrag, dass teure Sitzmöbel an anderer Stelle zur Geltung zu bringen, fand im gestrigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt keine Mehrheit, da eine Mehrheit von SPD und Grünen befürchtete, dass die Fläche dann wieder der Parkbewirtschaftung zugeführt werden könnte.
Neben den Kosten für das Parklet kommen die Verluste durch die entgangene Parkraumbewirtschaftung dazu, Grüner geht von moderaten 30 Euro pro Tag bei zwei Parkplätzen aus, so dass von Gesamtkosten des Projekts in einem hohen vierstelligen Bereich zulasten des städtischen Haushalts und somit des Steuerzahlers ausgegangen werde.
Dr. Grüner äußerte sich entsetzt darüber, „dass der von BOB abgelehnte Beschluss 2017 ohne Kostenrahmen oder Budgetvorgabe getroffen wurde und das Projekt Mobile Zukunft ohne eigenes Investitionsbudget mit städtischen Mitteln aus dem Radverkehrstitel das Parklet finanziert habe und somit wichtige Infrastrukturmaßnahmen für Radfahrer durch diese Fehlinvestition nicht mehr realisiert werden können.
„Die Intention des Parklets, nämlich Parkplätze zu Grünflächen mit Aufenthaltsqualität umzuwandeln, wird völlig verfehlt. Stattdessen werden PKW-Stellplätze zum Leidwesen der Anwohner und der Einzelhändler für teures Geld in ideologische Wohlfühlmobilies umgewandelt“, so Grüner.
Der Imageschaden für die Stadtwerke, den Stadtbaurat und das Mobilitätsbüro sei immens, so Grüner abschließend. Er befürchtet weiter Berichterstattung auf Extra 3, mit weiteren Imageschäden für unsere Stadt.

 

Hier die Pressemiteilung im Original: 2019-02-22 Parklett Dielinger Straße

 

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