Osnabrücker Laischaften in der Stadtgeschichte erlebbar machen

Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie die Osnabrücker Laischaften in der
Osnabrücker Stadtgeschichte dargestellt werden können. Insbesondere ist dabei auf
Grundschüler und Grundschülerinnen Wert zu legen, die sich mit der Stadtgeschichte im
Zusammenhang mit dem Osnabrücker Friedenstag alljährlich befassen.

Begründung:

Der Schnatgang der Heger Laischaft hat in 2018 eindrücklich belegt, dass einige Laischaften
– heute eingetragene Vereine – in unserer Stadt mit ihrem gemeinnützigen Engagement
lebendig sind.
Sie haben seit dem 16. Jahrhundert als Bürgergemeinschaften immer mehr Aufgaben für
das Gemeinwohl übernommen. Ursprünglich waren sie eine Weidegemeinschaft, die sich zur
heutigen Forstgemeinschaft Heger- und Natruperholz gewandelt hat. Die Aufgaben haben
sich im Laufe der Jahrhunderte erweitert, so wurden von ihnen Straßen- und Wegebau
geleistet, Gräben gepflegt, Straßenbeleuchtung in der Stadt installiert, das Wachwesen an
den Stadtmauern organisiert und Feuer gelöscht, als es noch keine freiwilligen Feuerwehren
gab.
Viele wichtige Aufgaben einer Stadtgemeinschaft wurden von diesen Laischaften initiiert und
organisiert. Sie waren über die Jahrhunderte bis heute Vorbild für Bürgergemeinschaft und
ehrenamtliche Arbeit.
Noch heute profitieren alle Bürger dieser Stadt von diesem ehrenamtlichen Engagement.
Die Heger Laischaft, als Eigentümer des Hegerholzes, sichert und pflegt den Bestand dieser
grünen Lunge und des äußerst beliebten Freizeitgebietes unserer Stadt für die Menschen in
und um Osnabrück auf Dauer.
Die Herrenteichslaischaft unterstützt Vorhaben in der Stadt sowohl ideell als auch finanziell.
Sie lobt einen Preis für wissenschaftliche Arbeiten aus, die sich mit der Stadtgeschichte oder
Themen zu Kunst, Kultur und Wissenschaft mit Bezug zur Stadt befassen. Sie kaufte für die
Stadt Kunstwerke im öffentlichen Raum an, engagierte sich beim Erhalt des Gartenhauses
im Bürgerpark und der Gestaltung des Platzes der Deutschen Einheit vor dem Theater.
Dieses seit dem Spätmittelalter gewachsene Engagement der Laischaften sollte den
Osnabrücker Bürgern und insbesondere auch den Schülern unserer Stadt vermittelt werden
und innerhalb der Darstellung unserer Stadtgeschichte erleb- und erfahrbar sein.

Der Inhalt der Vorlage unterstützt folgende/s strategische/n Stadtziel/e:

-Vielseitige Kultur- und Freizeitangebote (Ziel 2016 – 2020)-

gez.: Brigitte Neumann,  CDU-Fraktion

gez.: Dr. Ralph Lübbe,  BOB-Fraktion

 

Hier der Antrag im Original: 2019-02-14 Osnabrücker Laischaften in der Stadtgeschichte erlebbar machen

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