Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität

Was muss geschehen, damit sich in Osnabrücks Innenstadt die Luftqualität verbessert?

„Das größte Schadstoffminderungspotential bei Stickstoffdioxid liegt im Verkehrsfluss“, so der Vorsitzende der BOB-Ratsfraktion, Dr. Ralph Lübbe.

Lübbe nimmt hierbei konkret Bezug auf Untersuchungen des Fraunhofer Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme aus Dresden, die belegen, dass bei flüssigem Verkehr der Stickstoffdioxidausstoß je nach Straßentyp und Geschwindigkeit um 29 bis 55 Prozent geringer ist als bei Stopp & Go. Oberstes Ziel um die Luftqualität in Osnabrück zu verbessern müsse daher eine Verbesserung des Verkehrsflusses sein.

Lübbe setzt daher auf intelligente Ampelschaltungen nach dem Darmstädter Modell, um zu vermeiden, dass der Verkehr auf vielen Straßen im Stadtgebiet von roter zu roter Ampel stottert. In Osnabrück werden derzeit verschiedene Programme zur Ampelschaltung genutzt, die ungenügend aufeinander abgestimmt seien. Als Beispiel benennt der Vorsitzende der BOB-Fraktion den Wall vom Hasetor bis zum Kreuzungsbereich Neuer Graben/Martinistraße oder die Sutthauser Straße vom Brinkhofweg bis Malberger Straße. Hier komme es oft vor, dass alle Ampeln ohne Ausnahme Rot zeigen. An der Sutthauser Straße seien durch zusätzliche Phasen für die Nebenstraßen die Ampelschaltungen für die Hauptstraße deutlich verschlechtert worden. Wenn in einer Seitenstraße kein Fahrzeug auf die Kreuzung zufährt, sollte diese Ampelphase einschließlich sicherheitsrelevanter Zeit entfallen. Sollten nur ganz wenige Fahrzeuge auf die Kreuzung zufahren, müsse deren Grünphase zugunsten der Hauptstraße reduziert werden.

Nach Ansicht der BOB-Ratsfraktion sollte der gesamte Verkehr auf dem Wall und auf allen Hauptein-/und -ausfallstraßen durch intelligente Ampelschaltungen unter Beibehaltung von Tempo 50 gesteuert werden, um die Luftqualität in Osnabrück zu verbessern.

Als weitere Maßnahmen, wie die Luft auf Dauer in der Innenstadt verbessert werden kann, nennt die BOB-Fraktion die Umstellung auf Elektromobilität, die Modernisierung des ÖPNV´s, das Nachrüsten der Dieselmotoren, den LKW-Durchgangsverkehr vermeiden und einen attraktiven Park and Ride. Bei diesen Maßnahmen sei das Zusammenspiel verschiedener Akteure gefragt und die gesetzlichen Grundlagen müssten geschaffen werden. Eine Verkehrsverflüssigung durch umweltsensitive Verkehrssteuerung könne hingegen von der Stadt relativ schnell umgesetzt werden. Abschließend betont Lübbe, dass der ÖPNV immer nur punktuell entlasten könne, Mobilität hingegen bleibe immer individuell“.

 

Hier die Pressemitteilung im Original:

2018-02-07 Maßnahmen zur Luftreinhaltung

 

 

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