Hausärztlicher Bereitschaftsdienst

Beschluss:

Der Rat der Stadt Osnabrück spricht sich dafür aus, den hausärztlichen Bereitschaftsdienst im gewohnten Umfang zu erhalten.

Der Inhalt der Vorlage unterstützt folgende/s strategische/n Stadtziel/e:

Sachverhalt:

Der Hausärztliche Bereitschaftsdienst ist für Erkrankungen zuständig, aufgrund derer normalerweise ein niedergelassener Arzt in der Praxis aufgesucht wird, die Behandlung aber aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann. Er ist in einigen Regionen Deutschlands auch als ärztlicher Notdienst oder Notfalldienst bekannt und ist auch für Todesfeststellungen und Zwangseinweisungen zuständig. Er gliedert sich in Osnabrück und Umland in den Notfallambulanzdienst, den die Patienten wochentags von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr und am Wochenende von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr aufsuchen können und den Fahrdienst, welcher den Arzt zu bettlägerigen Patienten oder zu Verstorbenen (Todesfeststellungen) fährt.

Der Bezirksausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung Osnabrück will ab Februar 2018 nur noch einen Arzt für einen der größten Bereitschaftsdienstbereiche Niedersachsens zur Verfügung stellen. Ab 24.00 Uhr bis 07.00 soll dieser neben dem Gebiet der Stadt Osnabrück auch den Landkreis Osnabrück (Bereich von Georgsmarienhütte bis Bad Essen, Wallenhorst bis Bad Rothenfelde) hausärztlich telefonisch und im Fahrdienst versorgen.

Begründung:

Diese Lösung stellt eine deutliche Verschlechterung in der ambulanten Versorgung der Osnabrücker Bevölkerung dar.

Der Rat der Stadt Osnabrück hält dies- neben haftungsrechtlichen Gründen (ein übermüdeter Arzt wird weder der Notfall- noch der ambulanten Versorgung am nächsten Tag in der Praxis gerecht ) – für nicht zielführend, da hierdurch die kommunalen Rettungsdienste und Krankenhäuser von der Bevölkerung vermehrt in Anspruch genommen werden. Dies geschieht bereits jetzt zunehmend mit Krankheitsfällen, die kostengünstiger im ambulanten Bereich versorgt werden könnten.

Die Stadt Osnabrück soll mit der Entschließung auf die Bezirksstelle Osnabrück mit dem Ziel einwirken, diesen Vorgang zu revidieren, so dass im hausärztlichen Notdienst ab 24.00 Uhr weiterhin mind. zwei Ärzte zur Verfügung stehen.

Die Notaufnahmen der Kliniken in Osnabrück sind auch durch Bagatellerkrankungen überlaufen, die Rettungsdienste der Stadt verzeichnen zunehmend Fälle, die eigentlich im ambulanten Bereich versorgt werden sollten.

Hierdurch entstehen auch der Stadt Osnabrück vermeidbare Kosten.

Der Antrag duldet keinen Aufschub, daher wird gemäß § 7 Abs. 4 GO Rat gebeten, die Tagesordnung zu Beginn der Sitzung entsprechend zu erweitern.

gez. Dr. Ralph Lübbe BOB-Fraktionsvorsitzender

gez. Dr. Thomas Thiele FDP-Fraktionsvorsitzender

gez. Anette Meyer zu Strohen  CDU-Ratsmitglied

Hier der Antrag im Original:

2017-11-07-Hausärztlicher-Bereitschaftsdienst

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