Radverkehrsplan-MIV

Pressemitteilung BOB-Ratsfraktion vom 9. Juni 2017

BOB fordert Realitätsnähe beim Radverkehrsplan 2030

„Der angedachte Radverkehrsplan 2030 enthält viele wünschenswerte Maßnahmen für Radfahrer, er darf jedoch nicht dazu führen, den motorisierten Individualverkehr (MIV) im Innenstadtbereich aktionsunfähig zu machen und so neue Staus zu provozieren“, so das hinzugewählte Mitglied der BOB-Stadtratsfraktion im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, Dr. Steffen Grüner.

Anders als Stadtbaurat Otte sowie große Teile der Regenbogenkoalition sieht der Bund Osnabrücker Bürger die Lösung bestehender Verkehrsprobleme nicht in der künstlichen Verknappung bestehenden und bereits steuerfinanzierten Verkehrsraums. Dr. Grüner verweist hier auf die Empfehlung des Nds. Städte- und Gemeinderates: Der ÖPNV kann nur punktuell entlasten, Mobilität wird immer individuell bleiben, die Zukunft gehört der E-Mobilität.

Gerade im Bereich des Walls, der wegen der von der Regenbogenkoalition beschlossenen Neumarktsperrung zukünftig noch mehr Verkehr verkraften müsse, verbiete es sich geradezu, hier auch noch eine weitere Fahrspur des MIV zugunsten des Radverkehrs zu opfern. Sofern Grünstreifen hierfür verwendet werden können, spreche aus seiner Sicht nichts dagegen, um den auch aus seiner Sicht notwendigen Schutz der Radfahrer zu verbessern.

Auf keinem Fall sollten weitere Überlegungen angestellt werden, die Martinistraße oder den Wall (wie von der FDP gewünscht) einspurig zu gestalten. Dies zeige sich bereits jetzt durch das Verkehrschaos an der Baustelle am ehemaligen Max Bahr-Markt in Hellern: Hier führt die Einspurigkeit in beide Richtungen zu einem erheblichen Rückstau. Sollten zusätzlich auf dem Wall Fahrspuren für den MIV geschlossen werden, sei der Verkehrsinfarkt Innenstadt vorprogrammiert. Auch die ab 2019 geplante und drei Jahre dauernde Teilsperrung der Rheiner Landstraße, die neuen Kissen an der heimlichen „Westumgehung“, die Sanierungsmaßnahmen am Lotter Kreuz, der Dütetalbrücke sowie der Ausbau der A 30 bedeuten unausweichlich weitere Belastungen für den innerstädtischen Verkehr im Westen von Osnabrück. All dies kann in den Betrachtungen nicht ausgeklammert werden und müsse in einem realitätsbezogenem Gesamtkonzept betrachtet werden. 2

Grüner spricht sich dafür aus, allen Verkehrsteilnehmern Raum zu geben und den Verkehr in Osnabrück flüssig und sicher zu gestalten. Jeder Pendler, Besucher und jeder Bürger dieser Stadt solle frei wählen können, mit welchem Verkehrsmittel er in die Stadt kommt, sonst verliere Osnabrück auf Dauer an Attraktivität und seine wirtschaftliche Stellung als Oberzentrum. Einem ÖPNV-Zwang sei eine klare Absage zu erteilen, so Grüner abschließend.

Hier die Pressemitteilung im Original:

2017-06-12-Radverkehrsplan-MIV

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