Neumarktlösung

Pressemitteilung BOB-Ratsfraktion vom 05. Mai 2017

Endlich zu einer Lösung für den Neumarkt kommen

„Eine Teilentziehung des Neumarktes bringt erhebliche gesundheitliche Schäden für Menschen, erhebliche Mehrkosten für alle Steuerzahler und natürlich auch erhebliche Beeinträchtigungen für den allgemeinen Verkehrsfluss“, so Kerstin Albrecht, Mitglied der BOB-Fraktion im Stadtrat.

Bereits im Jahr 2005 sei ein Masterplan für die Entwicklung des Neumarkts aufgestellt worden. Die zweite Stufe des Masterplans Mobilität (im Jahr 2010 vom Rat verabschiedet) umfasse als Option zwei Fahrspuren für den MIV (motorisierten Individualverkehr). Perspektivisch komme der Plan zu dem Schluss, dass erst nach einer Realisierung der Entlastungsstraße West und dem Lückenschluss der A33 eine Sperrung des Neumarktes möglich sei. „Dieses sind leider immer noch Zukunftsthemen, die erst gelöst werden sollten“, so Albrecht weiter. Leider sei hier bis heute nichts passiert, obwohl der Plan seit 2010 allen Parteien bekannt sei. Keine Neumarktsperrung ohne Alternativen, so ging BOB in den Wahlkampf und vertritt diese Meinung auch weiterhin. Ohnehin gebe es mehr gravierende Argumente den Neumarkt offen zulassen, als ihn zu sperren.

Die Gesundheit der Menschen stehe ganz klar im Vordergrund. Die Untersuchungen der Lärmimmissionen haben ergeben, dass die Sperrung des Neumarktes eine erhebliche Erhöhung des Lärmpegels für die 2250 direkten Anwohner am Wall bedeuten (Neumarkt: 109 Anwohner). Laut BOB-Ratsmitglied und Umweltmediziner Dr. Ralph Lübbe haben diese einen absoluten Anspruch auf Gesundheitsschutz.

Es bedarf wenigstens ca. 500.000 € aus Steuergeldern (nach erstmaliger Schätzung der Verwaltung), wenn der passive Lärmschutz erforderlich wird, um den Menschen am Wall das Leben einigermaßen erträglich zu machen, sollte die Regenbogenkoalition weiterhin bei der nächsten Ratssitzung die Sperrung des Neumarkts fordern. Albrecht vermisse hier die Sachlichkeit der Debatte, und frage sich, wo hier der normale Menschenverstand bleibt.

Die Sperrung bedeute eine Erhöhung der Luftschadstoffe am Wall und nur eine geringe Verbesserung auf dem Neumarkt, wenn die Dieselbusse dort verbleiben sollten. Solange der Busverkehr mit knapp der Hälfte der NO2 Belastung von 23 ug/m² am Neumarkt bleibe, sei hier kaum etwas zu erreichen. Ob die Stadtwerke es wirklich schaffen, bis Ende 2018 die Busse umzurüsten oder den Ersatz von Elektro-Bussen zu realisieren, sei mehr als fraglich: „Es sind 14 Busse bestellt, es fahren ca. 400 Busse“, so Albrecht. Eine Verlagerung des gesamten Busbahnhofs sei nötig, um überhaupt einen Platz mit positiver Aufenthaltsqualität und Wohlfühlcharakter entstehen zu lassen“, so Ratsfrau Albrecht weiter. 2

Außerdem werde der von den Regenboglern gewünschte zentrale Platz mit urbanem Charakter, angeblich „verschönt“ durch die geplanten Beton-Hochbaumaßnahmen wie u.a. „OSKAR“, auch nicht entstehen da OSKAR Osnabrück wohl nie erreichen wird und Osnabrück es auch nicht brauche.

All diese Gründe sprechen dafür, den Neumarkt zum jetzigen Zeitpunkt auf keinen Fall für den MIV zu sperren und den ursprünglich von den Parteien prämierten Entwurf Lützow 7 umzusetzen.

Hier die Pressemitteilung im Original:

2017-05-05-Neumarktlösung

Menü schließen

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen